Flockenpüree-Usability

Natürlich geht nichts über die gute alte manuelle Art bei der Kartoffelpüreezubereitung: Kartoffeln schälen, kochen, mit Flüssigkeit stampfen, würzen und genießen. Manchmal muss es allerdings schnell gehen – zum Beispiel dann, wenn meine beiden quengelnden Teppichflitzer nur dann Ruhe geben werden, wenn die Münder mit etwas Essbarem gefüllt werden. Egal, ob hausgemacht oder fast gefooded.

Zeit fürs 08/15-Kids-Fast-Food-Gericht: Fischstäbchen mit Kartoffelpüree aus dem Beutel. Im Küchenschrank finde ich noch eine geöffnete Schachtel Maggi Flocken-Püree. Na also! Meßbecher raus, Flüssigkeiten genau bemessen (375ml Wasser und 125 ml Milch), alles nach Vorschrift zusammen geschüttet, nach Stoppuhr genau 60 Sekunden ruhen gelassen und dann noch einmal vorsichtig verrührt.

Fertig ist die Kartoffelsuppe! Der Begriff „flockig“ bekommt hier eine ganz neue Dimension. Die Pampe ist ungefähr so flockig wie der Stuhlgang des darmkranken Hundes von nebenan. Der Geschmack ist immerhin nicht ganz so intensiv, aber auch nicht wirklich definierbar. Es schmeckt halt nach Pampe.

Ich beäuge noch einmal aufmerksam die Verpackung mit dem flockigen Foto, studiere noch einmal die Gebrauchsanweisung und starte einen zweiten Versuch. Diesmal fülle ich die Flüssigkeiten mit einer Pipette ab. Auch hier dasselbe Ergebnis – das ungefähr so ausschaut, wie ich mir das Flockenpüree nach 5 Minuten in meinem Magen vorstelle. Eventuell habe ich das Falsche gekauft? Es gibt dieses Zeug ja schon mit Milchpulver drin – vielleicht ist das eine neue Version mit integrierten Magensäften, welche die Verdauung schon im Vorfeld übernehmen?

Da greife ich dann doch lieber zum guten alten ALDI Flocken-Püree: Meßbecher mit grober Liter-Einteilung raus, Mengen pi mal Daumen abgeschätzt und 5 Minuten später habe ich etwas auf dem Teller, das wirklich wie Kartoffelbrei aussieht und auch halbwegs so schmeckt. Und die Magensäfte erst dort erwartet, wo sie hingehören: Im Bauch.

Guten Appetit!

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